Versickerung

Was ist Regenwasserbewirtschaftung?

Die klimatischen Veränderungen sind auch in Deutschland nicht mehr zu übersehen. Ihre Auswirkungen sind vor allem im Wasserhaushalt zu spüren. So leidet die Trinkwassergewinnung schon heute in einigen Regionen unter mangelnder Verfügbarkeit und Qualität. Durch die extremen Wetterereignisse, die zunehmende Hochwassergefahr und die Versiegelung natürlicher Bodenflächen wird diese Situation noch verschärft.

Ein schonenderer Umgang mit der Ressource Wasser ist deshalb dringend notwendig, damit die Wasservorräte auch künftigen Generationen noch in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Dies erfordert ein Bewirtschaften des Regenwassers, wie z.B. durch das Sammeln, Zurückhalten, Speichern, Reinigen und Nutzen des Regenwassers. Dies  hilft, nicht nur die Grundwasserentnahme zu verringern und den Spitzenbedarf in Trockenzeiten zu verringern, sondern auch die Hochwassergefahr zu mindern und die Entwässerungssysteme zu entlasten.

Möglichkeiten der Regenwasserbewirtschaftung

Durch Sammlung und Speicherung des Regenwassers in Zisternen kann das Regenwasser

  • genutzt werden, z.B. zur Gartenbewässerung (Minderung des Trinkwasserverbrauchs)

oder

  • zeitverzögert an das Entwässerungssystem abgegeben werden (Entlastung der kommunalen Regenwasserkanäle und Minderung der Hochwassergefahr)

Durch Sammlung, temporäre Rückhaltung und evtl. Vorreinigung kann das Regenwasser über Versickeranlagen

  • zeitverzögert dem Untergrund zugeführt werden (Beitrag zur Grundwasseranreicherung)

Vorteile der Regenwasserbewirtschaftung

  • Ökologischer und wirtschaftlicher Umgang mit der Ressource Wasser
  • Erhaltung der Grundwasservorräte
  • Einhaltung kommunaler Forderungen
  • Entwässerung auf dem neuesten Stand der Technik